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11.12.2017
Keine Ausbeutung von Kindern in Kriegen
Zum Red Hand Day 2018 suchen wir viele Schulen und Jugendeinrichtungen, die sich an der Aktion Rote Hand beteiligen wollen. Für die Kampagne ist es wichtig, dass ihr euch anmeldet. Das stärkt uns den Rücken in unserer Lobbyarbeit.

Außerdem bekommt ihr von uns wichtige Tipps zur Aktion Rote Hand und Informationen über den Fortgang der Kampagne.

Anmeldung zur Aktion Rote Hand: hier


Ziele der Lobbykampagne Aktion Rote Hand


Jedes Jahr würdigen wir das Inkrafttreten des Zusatzprotokolls zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. 2. 2002, weil darin der Einsatz von Kindern in Kriegen verboten wurde.

An diesem Tag werden besonders viele Aktionen in ganz Deutschland, aber auch in vielen Ländern der Welt, durchgeführt.

Am 12. 2.2009 gab der Bundespräsident der Aktion zu Ehren einen Empfang.

Die 2003 entwickelte Lobbykampagne Aktion Rote Hand lebt von der starken Beteiligung der Jugendlichen in Schulen und Jugendeinrichtungen.

Ein wichtiger Grundgedanke ist, die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit dem Thema Gewalt zu fördern, denn KindersoldatInnen werden mit viel Brutalität dazu gebracht oder dazu verführt zu kämpfen. Sie sind also gleichzeitig Opfer und Täter.

Diese emotionale Spanne beschäftigt die Jugendlichen bei uns sehr und hilft ihnen, sich mit der Gewalt, die sie selbst erleben oder ausüben, auseinanderzusetzen.

Das ist gerade in Bezug auf die Faszination des IS für die Jugendlichen in Deutschland wichtig.

Wir verbinden mit der Aktion Rote Hand auch den Wunsch der Jugendlichen nach Frieden und die Angst vor der steigenden Aggressivität in ihrer Umgebung.



Inhalt und Ablauf der Aktion Rote Hand


Wie bringe ich das Thema in den Unterricht?

Wir bieten eine Unterrichtseinheit für Sek I an mit verschiedenen Formen der Annäherung an das Thema und Tipps für die Durchführung. Aktions-Material

Die Rolle der Mädchen berücksichtigen

Der Film "Ich habe getötet" lässt die Mädchen zu Wort kommen. Sie werden meist vergessen, obwohl 40 Prozent Kindersoldatinnen sind. Aktions-Material

Kindersoldaten im 2. Weltkrieg

Vier A3-Fotos zeigen Kindersoldaten vor 1945, mit denen ihr eine Ausstellung gestalten könnt. Aktions-Material

Die Aktion ist ein Gemeinschaftsprojekt

Gerade wenn ihr eure Forderungen gegenüber Politik und Medien stark vertreten wollt, ist das Gemeinschaftsgefühl wichtig!

Alle können mitmachen

Es gibt keine Altersbegrenzung - weder nach oben noch nach unten! Wir wollen viele rote Hände sehen - große und kleine!

Das Aktionsplakat

Auf diesem A2-Plakat steht kein Logo. Wir haben es extra so gestaltet, dass ihr eure Informationen draufschreiben könnt. Aktions-Material

Wie kommt die Farbe auf die Hände?

Praktisch ist dafür der Farbroller und die Farbschale. Wir empfehlen rote Fingerfarbe, weil sie ungiftig ist. Aktions-Material

Ein großes Gemeinschaftstransparent

Mit der 50-Meter-Rolle Papier könnt ihr mit vielen roten Händen euer großes Transparent drucken - Dokumentiert damit eurer Aktion. Aktions-Material.

Hängt die Aktionsblätter auf eine Leine

Das reizt zum Lesen und macht schon von weitem auf eure Aktion Rote Hand aufmerksam.

Die Politiker machen auch mit!

Es ist überhaupt kein Problem, die Politiker in den Prozess mit einzubeziehen. So lernen sie besonders viel über die Aktion.

Hier könnt ihr Aktions-Material und die Unterrichtseinheit bestellen.


Diese Organisationen unterstützen die Aktion Rote Hand

Es ist vor allem das Deutsche Bündnis Kindersoldaten mit seinen Mitgliedsorganisationen, dass die Aition Rote Hand unterstützt. Seit langer Zeit sind auch Plan International und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge aktiv.

Zusätzlich machen in Nordrhein-Westfalen Landesjugendring, Landesschüler*innenvertretung, Arbeitsgemeinschaft junge Flüchtlinge und Flüchtlingsrat NRW mit. Das möchten wir weiterverfolgen, um auch auf Landesebene als Lobbykampagne etwas für die Kindersoldatinnen und Kindersoldaten bewirken zu können.

Eure Aktion ist noch nicht dabei? Meldet euch info@aktionrotehand.de


Politik einbeziehen

Spannend an dieser Aktion ist die Beteiligung der PolitikerInnen. Wir finden es wichtig, dass ihr eure PolitikerInnen kennen lernt und und sie euch!  Sie sollen von euch erfahren, wie ihr über die Situation der Kinder in Kriegen denkt. Und sie müssen einfach mehr tun! 

Sorgt dafür, dass eure roten Hände wandern: Ihr übergebt eure gesammelten Hände PolitikerInnen in eurer Umgebung. Das kann jemand aus der Kommune, aus dem Landtag oder dem Bundestag sein. Die PolitikerInnen geben sie in die nächst höhere Instanz, so dass sie wandern...  über Berlin nach Brüssel, von Brüssel nach New York.

Je mehr Politiker eure roten Hände und eure Botschaften in die Hand bekommen, desto größer ist die Wirkung! Und macht ihnen klar, dass ihr von der jeweiligen Übergabe ein Foto haben wollt. Schickt es uns, damit die Fotos auf die Webseite kommen, das erste von eurer Übergabe und jedes Foto von der Weitergabe!

Wie ihr an die Politiker herankommt? Ganz einfach: Über das Internet, über eure städtische Webseite, oder ihre wendet euch einfach an uns!


Eure Berichte und Fotos sind wichtig

Setzt sie in die Sozialen Netzwerke

Ihr findet in allen Netzwerken unter dem Hashtag #redhandday Informationen über tolle Aktionen in allen Teilen der Welt. Entsprechend setzt bitte eure Berichte mit diesem Hashtag versehen in eure Social Media.

Setzt sie auf unsere international Webseite

Unter www.redhandday.org findet ihr viele Hundert Berichte und Fotos aus allen Teilen der Welt. Das ist spannend und zeigt, wie groß und stark die Aktion Rote Hand inzwischen ist. Setzt eure Berichte und Fotos auch hier ein und wichtig sind die

Schickt uns eure schönsten Fotos

Wir möchten auf unserer Webseite www.aktion-rote-hand.de laufend Fotos veröffentlichen, die in besonderer Weise euer Engagement zeigen. Macht spannende Bilder, die in unsere Kampagne und in unsere Lobbyarbeit einfließen, damit deutlich wird: Es darf keine Kindersoldaten mehr geben! Schickt eure Fotos an info@aktionrotehand.de.


Der Film "Ich habe getötet

Dokumentarfilm von Alice Schmid, Dokumentarfilm, 26 min., Farbe, Liberia, Schweiz, 1999

In ihrem Film lässt Alice Schmid ehemalige Kindersoldatinnen und -soldaten aus Liberia zu Wort kommen. Die mittlerweile Anfang 20jährigen berichten über ihre Erinnerungen, ihre Schmerzen und ihre Hoffnungslosigkeit. In einfühlsamen Gesprächen geht der auch unter ästhetischen Gesichtspunkten eindrucksvolle Film auf die persönlichen Geschichten der jungen Menschen ein, die schwere psychische und oft körperliche Schäden davongetragen haben.




Josephine

Mit 8 Jahren verließ ich meine Schwestern. Mein Onkel brachte mich zur Schule. Als der Krieg ausbrach, verließ er mich. Ich schlug mich alleine durch. Ich ging hinter die Front. Sie nahmen mich gefangen. Sie quälten mich. Sie vergewaltigten mich. Es wurde zu gefährlich für mich, deshalb schloss ich mich ihnen an.



Maud

Ich habe nie gesehen, dass ich jemand tötete. Ich habe immer nur geschossen. Aber ich war Soldatin, ich verwundete Menschen, und ich habe immer geschossen, wie automatisch. Ich dachte nie, dass ich tötete, aber ich habe gekämpft. Die Kugeln trafen meinen Freund, ganz nah bei mir. Sie erschossen ihn von hinten.



Glasgow

Manchmal träume ich...  ich flüchte mit meiner Familie, und sie holen meinen Vater. Ich schrecke im Bett auf. Mein Freund fragt: "Was ist los?" Ich sage: "Nichts."

Meine Zukunft war voller Licht. Aber jetzt nicht mehr. Heute liegt alls im Dunkeln. Ich hoffe auf jemanden, der mir hier wieder heraushilft.

Es fällt kein Schuss, es fließt kein Blut und der Film scheint zunächst für Jugendliche langweilig zu sein. Keine schnellen Schnitte, kein Action. Und doch sind die Jugendlichen fasziniert, weil sie hier spüren können, wie Krieg die Psyche zerstört.

Eventuell vorhandene Zerrbilder von Helden mit Kalaschnikow verschwinden schnell. Und das Thema sexualisierte Gewalt wird von drei Kindersoldatinnen eindringlich geschildert, sodass bei einem Workshop im Jugendarrest ein Jugendlicher sagte, jetzt verstehe er, wie eine vergewaltigte Frau sich fühle.

Altersempfehlung: ab 14 Jahre. Wir haben mit entsprechender Vor- und Nacharbeit den Film auch schon mit 12/13jährigen behandelt.

Auf unserer Webseite www.aktion-rote-hand.de
findet ihr noch viele weitere Tipps!

Wenn Sie diese E-Mail (an: reinhardgriep@yahoo.de) nicht mehr empfangen möchten, können Sie diese hier kostenlos abbestellen.

 

Aktion Weißes Friedensband e.V.
Günter Haverkamp
Himmelgeister Str. 107a
40225 Düsseldorf
Deutschland

0211-9945137
haverkamp@friedensband.de